Die fortschreitende Angleichung des UI/UX-Designs mobiler OS‘

Wer die Neuigkeiten rund um Smartphones verfolgt, dem wird aufgefallen sein, dass sich Features, sowie Design im Laufe der letzten Jahre immer weiter angeglichen haben.
Seit dem Launch von Android 5 und dem damit einhergehenden „Material Design“ holte Google nicht nur stark auf, was das allgemeine Look&Feel von Android angeht, sondern schaute sich auch einiges beim großen Mitbewerber Apple ab – und umgekehrt.

Vorweg: Dieser Artikel soll keine Generaldebatte darüber anstoßen, wer welche Features und Designelemente zuerst einbrachte, er soll schlicht die Tatsache belegen, dass sich beide Firmen, Google und Apple, in mehr oder weniger gleichem Umfang – aber mit unterschiedlichem Erfolg – an Designelementen des Gegenübers orientierten, sie teils abwandelten und dann in ihre eigenen Produkte einpflegten.
Anhand dreier nachfolgender Beispiele, die zentrale Bedienelemente darstellen, möchte ich meine These verdeutlichen, diese werden sich ferner an den neuesten zur Verfügung stehenden Iterationen von iOS, also iOS 12, und Android in der Version „P“ orientieren. Ich wählte die Grundversion von Android direkt von Google, da das Eingehen auf verschiedene Herstellerversionen und deren Skins den Rahmen dieses Artikels sprengen würde.

 

  1. Navigation mit Gesten

Im Jahre 2017 stellte Apple sein IPhone X vor. Dieses entledigte sich des berühmten und seit 9 Jahren zuvor verwendeten Homebuttons und führte Gesten als Navigation ein, die die Funktion des Homebuttons imitierten und erweiterten.


Ungefähr 9 Monate später stellte Google auf seiner Konferenz „I/O“ ein ähnliches Konzept für Android vor.
Bei beiden System kann man nun mit dem Daumen nach oben wischen, um die App Übersicht aufzurufen, Apps zu schließen oder zu wechseln. Natürlich ist dies keine 1:1 Kopie, dennoch lässt sich allein aufgrund des geringen Zeitabstandes von IPhone X und Android P erkennen, woher diese Inspiration kam. Ebenfalls erkennen lässt sich, dass zumindest in der Beta von Android P dieses Feature noch nicht ganz ausgereift zu sein scheint, teils ruckelt, und dementsprechend relativ spät zu Android hinzugefügt wurde.

 

  

  1. 3D Touch bzw. Launcher Shortcuts

Zwei Jahre vorher, also 2015, fügte Apple die Funktion 3D Touch zu seinen IPhones hinzu. Diese ermöglicht es, durch festes Drücken auf ein App Icon direkt Funktionen der jeweiligen App aufzurufen – laienhaft ausgedrückt ist ein 3D Touch Menü eine Art Sammlung von Deeplinks zu Funktionen einer App. So lässt sich bspw. beim Drücken auf das Kamera-Icon direkt in Selfie-Modus springen.
Google konterte in Android 7 mit einer eigenen Umsetzung: Launcher Shortcuts.
Die Funktionsweise ist ähnlich, anstatt feste zu drücken muss man allerdings nur den Finger länger auf einem App Icon liegen lassen, um das Menü aufzurufen. So sparte man sich die druckempfindliche Schicht unter dem Display, die bei IPhones ab dem 6S vorhanden ist, bekam aber dennoch eine zu 99% gleiche Funktionalität.

  1. Das Control Center bzw. Quick Actions

Quick Actions, ganz früher noch mit anderem Namen, sind Teil von Android seit Version 2, diese erschien im Jahre 2010. Damit war es möglich, durch einfache Schalter in einer oben angeordneten Leiste bestimmte Funktionen des Smartphones schneller zu erreichen, bspw. konnte man Wifi, Mobile Daten, Bluetooth etc. schnell aktivieren und deaktivieren.

Drei weitere Jahre sollte es dauern, bis iOS das gleiche Feature übernahm. In iOS 7 konnte man vom unteren Bildschirmrand nach oben streichen, um eine ähnliche, wenn auch nicht frei anpassbare Funktionsvielfalt aufzurufen.


Fazit: Wie eingangs geschrieben, gleichen sich Features und auch Design (dazu gehört UI und UX) immer weiter an. Grundsätzliche Unterschiede zwischen den beiden größten Playern im Smartphonegeschäft muss man zunehmend suchen, wenngleich sie natürlich weiterhin vorhanden sind. Android lässt bspw. die Installation von Apps außerhalb des Playstores zu, ein Konzept, das Apple niemals übernehmen dürfte.
Dennoch ist es mehr als offensichtlich, dass die Wahl zwischen Android und iOS immer mehr zur Geschmacksfrage wird – und weniger eine der Funktionsvielfalt.
Neidlos anerkennen muss man jedoch auch, dass Google seit der Einführung des Material Designs im Jahre 2015 designtechnisch auf einer Höhe mit iOS liegt, es in neueren Versionen auch „dank“ fehlerbehafteter Releases wie iOS 11 überholen konnte.

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