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Apples Design – Made in Germany?

Während der größten Hitze im Juni diesen Jahres erreichte die Welt die Nachricht, dass Sir Jonathan Ive, der „Starachitekt“ Apples, verantwortlich für sämtliche Produktdesigns seit ca. 1997 das Handtuch warf und sich von seinem Arbeitgeber zurückziehen würde, um eine eigene Designfirma mit dem symbolträchtigen Namen „LoveFrom“ zu gründen.

Dem voraus gingen Gerüchten zufolge Verwerfungen mit Tim Cook, dessen Liebe für Zahlen, Lieferkettenoptimierungen und Logistik gradezu niederschmetternd auf einen Freidenker wie Ive wirkten, der sich demzufolge in seinem Schaffen eingeschränkt fühlte.

In den 25 Jahren zuvor zeichnete er sich jedoch unter der Ägide von Steve Jobs verantwortlich für alle Geräte, die ihr aus dem Hause Apple in Cupertino jemals besessen, gesehen, bewundert oder auch belächelt haben mögt – kurz: Er war einer der einflussreichsten Produktdesigner der Welt.
Doch woher kamen seine Ideen? Sind und waren sie reines Produkt seines kreativen Geistes?
Die Antwort ist gleichzeitig ja und nein.

Verfolgt man die Spur gewisser Designs ein paar zig Jahre zurück, stößt man auf einen „Seelenverwandten“: Dieter Rams. Dessen Designs, geschaffen schon über 30 Jahre vor dem „digitalen Zeitalter“, weisen eine erhebliche Ähnlichkeit zu iMac, Powermac, sowie auch bestimmten Apps aus dem Hause Apple auf. Doch der Reihe nach, seht selbst.

Hier im Vergleich der Taschenrechner Braun ET33, rechts daneben die klassische Taschenrechner-App, deren Look & Feel so bis zu iOS 6 beibehalten wurde. Zu beachten hier die bräunlich gefärbten Berechnungstasten, sowie die charakteristisch orangene „=“-Taste.

image iphone

Verblüffend, nicht wahr? Doch es geht noch weiter.

Der Braun LE1 aus dem Jahre 1959, im Vergleich mit dem ersten iMac-Design mit integriertem Standfuß aus dem Jahre 2004.

image le1

Weiter geht es mit dem iPod, dem berühmtesten Musikabspielgerät der Welt, inklusive dessen innovativem Bedienkonzept mittels Clickwheel – im Vergleich mit dem Taschenradio Braun T3.

image braun t3

In diesem Bild zu sehen: Die erste „Käsereibe“, der Powermac G5, ehemals schnellster Desktop-Computer der Welt mit IBM PowerPC Prozessor, links daneben der Braun T1000 Weltempfänger.


image braun t1000

Man mag also durchaus festhalten, dass Ive Dieter Rams‘ größter Fan war – die Designs sind auf sehr ähnliche Weise industriell gefertigt und vom äußeren Funktionsprinzip her gleich: Wer den Winkel des Lautspreches LE1 anpassen konnte, wusste ohne zu überlegen auch, wie er den Anstellwinkel des Displays im iMac verändern könnte.
Wer das T3 Taschenradio zum Musihören gewohnt war, wusste instinktiv auch, wie er den Ipod zu bedienen hatte, ohne sich mit der technischen Materie an sich auszukennen.

Möchten wir also sagen, dass Ive sich diese Designs einfach abgeschaut und nachgebaut hat? Nein.
Jeder gute Designer hat meist ein schon bestehendes (Werk-)stück als Inspiration, als Referenz, an der er sich orientieren möchte. Das Ziel Apples war es, das Alte, Schöne, schon Bekannte, in digitaler, neuer Form neu zu erschaffen – dieses Ziel ist geglückt.

In diesem Sinne: Farewell, Jony.

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