Inklusives Design – Barrierefreiheit für alle

Wagt sich ein Designer an einen neuen Auftrag, so hat er oder sie alle möglichen Dinge im Kopf: Die neuesten Trends, Webtechnologien, Farbgebung, die Frage nach dem Corporate Design, bestmögliche Suchmaschinenoptimierung und mehr.
Jedoch muss sich auch unser Berufsstand ab und zu daran erinnern, dass nicht alle Menschen einwandfrei ihre Sinnesorgane benutzen oder ihre Gliedmaßen steuern können.
Wer einen Text liest, muss ihn erst einmal richtig sehen und erkennen können, wer sich ein Video anschaut, muss hören oder auf andere Art aufnehmen können.

All das klingt für uns ganz normal und selbstverständlich – ist es aber nicht. In Deutschland leben, Stand Ende 2017, 7,8 Millionen schwerbehinderte Menschen, das sind ca. 9% der Gesamtbevölkerung.
Nachdem man sich einmal klargemacht hat, dass fast ein Zehntel der Menschen, für die wir potentiell Produkte entwerfen, Einschränkungen aufweisen – und für die unsere Produkte potentiell nicht oder nur eingeschränkt nutzbar sind, sollte zumindest ein Prozess des Nachdenkens angestoßen werden.
Ein Beispiel: Ihr betreibt einen Shop für Brillen, Brillengläser und Gestelle.
Nach erfolgreich durchgeführtem SEO ist eure Seite ganz oben in den Suchergebnissen und der Kunde klickt auf euren Link.
Eure Seite ist ferner trendy designed, viel Weißraum, Helvetica Neue als Schriftart, neuestes CMS oder kurz: Aus (design-)technischer Sicht ist alles in bester Ordnung.
Nun kommt besagter Kunde aber, nachdem er sich ein passendes Produkt aussuchte, auf das Bestellformular, das er aufgrund des viel zu geringen Kontrastes zwischen relativ dünner Schrift und Hintergrund nicht erkennen kann. Dabei habt ihr sogar extra an die optionale Verwendung eines Dark Modes für eure Seite gedacht, der den Kontrast zwar verbessert, durch den die nun weiße, aber immer noch dünne Schrift auf einem 1080p-Display dermaßen verpixelt wirkt, dass auch diese Maßnahme dem Kunden nicht weiterhilft. Resultat: Er schaut sich nach einer Alternative um.

Ihr merkt schon, dass hier zwei Seiten derselben Medaille Motivation dieses Artikels sind. Einerseits ist da der „schnöde“ geschäftliche Aspekt. Kunden, die eure Seite aufgrund einer körperlichen Einschränkung nicht benutzen können, bringen euch keinen Umsatz, ganz einfach.
Andererseits geht es auch um moralische Prinzipien.
Wir sollten im Jahre 2020 soweit sein, nicht potentiell ein knappes Zehntel der Bevölkerung von einem Dienst oder Angebot auszuschließen, „nur“ weil der Designer einem Design-Trend folgt, der zwar schön ausschaut, aber nicht zu Ende gedacht wurde.

Wer sich mit dem Thema Design auseinandergesetzt hat, dem sind sicher die zehn Design-Thesen von Dieter Rams ein Begriff. Lasst uns an dieser Stelle eine elfte These hinzufügen:
Gutes Design ist für alle da.

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